Warum und Wie?

Fast jede_r von uns kennt diese Situation: Du bist bei dir und deinem Körper und irgend jemand ist der Meinung stören zu müssen.

Sexualisierte, sexistische, homophobe/transphobe, rassistische Belästigung begegnen uns alltäglich auf unseren Strassen. Schon früh lernen wir, nicht immer alles so ernst zu nehmen und das es normal wäre… “Wahrscheinlich will er dir nur zu verstehen geben, wie toll du bist.” Noch lieber hören wir Sätze wie: “Du bist ja selbst dran Schuld, wenn du (nicht)….”. Wir haben nicht gelernt auf diese Übergriffe richtig zu reagieren, da diese gesellschaftlich verhamlost werden.Gerade aufgrund dieser Verhamlosung ganz und gar nicht normaler, verletzender und gewalttätiger Übergriffe und weil wir gelernt haben uns für das, was uns angetan wird zu schämen, wehren viele von uns sich zu wenig gegen diese Form von Gewalt.

Meistens können wir in solchen Situationen nicht antworten, weil wir geschockt sind, wütend oder verletzt. Um so wichtiger ist eine Plattform, die uns die Möglichkeit gibt, das Erlebte von der Seele zu schreiben und mit anderen zu teilen! Wir sind nicht allein. Solche Situationen passieren uns allen fast täglich und darüber zu sprechen und sie öffentlich zu machen, trägt dazu bei, ein Bewusstsein zu schaffen, dass Belästigung jeder Art Gewalt ist und darum auch als solche behandelt werden muss.

Manchmal reichen schon ein Blick oder das berühmte Nachpfeifen. Der Typ, der sich in der U-Bahn breitbeinig vor dich setzt und dich anglotzt. Das alles schmeißt uns aus der Bahn, raubt uns Energie und entfernt uns von dem, was wirklich wichtig ist. Darum HollaBack!, sag Street Harassment den Kampf an und erzähl uns Deine Geschichte!

Wer kann posten?

Alle! Ganz besonders wichtig ist uns die Verstrickungen von Rassismus und Sexismus und anderen Machtverhältnissen im Blick zu behalten. HOLLABACK!

Wir sind keine Plattform, um rassistische Anfeindungen gegen nicht dominanzdeutsche entgegenzunehmen. Sollte es demnach nicht unbedingt notwendig sein, muss nicht auf die vermeintliche Herkunft des Angreifers eingegangen werden.

How to:

Du wurdest angemacht? Hollaback!

Hier sind zwei einfache Wege, uns Deine Geschichte zu erzählen:

1. Schreib an duesseldorf@ihollaback.org und wir erhalten deine Geschichte per Mail. Du kannst auch ein Bild schicken oder den Ort des Geschehens nennen. Diesen werden wir dann auf der Harassment-Karte verzeichnen können. 

Wir fordern nicht zwingend dazu auf, sich in der Situation zur Wehr zu setzen, weil das durchaus gefährlich sein kann und auch nicht immer gut tut. Fotos von den Tätern zu machen bzw. zu veröffentlichen, ist in Deutschland strafbar, deshalb nicht zu empfehlen. Wenn es Euch passt und die Situation es zulässt, könnt ihr es natürlich trotzdem versuchen.

2. Erzähl Deine Geschichte gleich hier und nutze den Submit-Button.

Das Internet gibt uns die Möglichkeit, gemeinsame Netzwerke aufzubauen. Jedes Mal, wenn Du blöd im öffentlichen Raum Street Harassment erlebst, kannst Du es hier erzählen und tausende von Menschen hören dir zu und lernen zu verstehen, was es bedeutet, täglichen Belästigungen/Diskriminierungen ausgesetzt zu sein. Andere wissen so, dass sie nicht allein sind und dass es nicht in ihrer Verantwortung liegt, wenn ihnen Gewalt angetan wird. Deine Geschichte kann dazu beitragen, dass die Gemeinschaft und Autoritäten diese Übergriffe ernster nehmen und eine Sensibilität entwickeln, die zu mehr Sicherheit in Düsseldorf sowie Deutschland führt.   Deine Geschichte ist ein nicht abzustreitender Beweis dafür, warum öffentliche Belästigung nicht ok ist. Und sie kann dazu beitragen, die Welt zu verändern.

Alles fängt an mit einer einfache Geste: You holla back!

*Ganz wichtig: Wir veröffentlichen keine rassistischen oder rassifizierenden Geschichten: Wir bekämpfen Sexismus nicht mit Rassismus!

Gechrieben von: Hollaback!Berlin (http://berlin.ihollaback.org/)

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There are two reasons to hollaback: for you, and for the world.

For you: Hollaback! is all about your right to be you: A person who never has to take it or just keep walking, but one who has a badass response when she’s messed with. Someone who knows that she has the right to define her own self instead of being defined by some creep’s point of view. Because none of us are as simple as a list of physical attributes. We have a right to be who we are, not who we are told to be. We have a right to define ourselves on our own terms when we walk out the door, whatever that means that day. That hour. That minute.

Street harassment teaches us to be silent, but we aren’t listening. We don’t put up with harassment in the home, at work, or at school. And now we aren’t putting up with it in the street, either. By holla’ing back you are transforming an experience that is lonely and isolating into one that is sharable. You change the power dynamic by flipping the lens off of you and onto the turd. And you enter a worldwide community of people who’ve got your back.

For the world: Stories change the world. Don’t believe us? Think about Rodney King, or Matthew Sheppard. These stories didn’t just change the world, they shaped policy.

The internet has given us a new campfire. Each time you hollaback, you are given a king-sized platform to tell your story. Thousands will read it and your story will shift their understanding of what harassment means. Some will walk away understanding what it feels like to be in your shoes, others will feel like they are not alone for the first time or that it’s not their fault. Your story will redefine safety in your community—it will inspire legislators, the police, and other authorities to take this issue seriously – to approach it with sensitivity, and to create policies that make everyone feel safe. Your story will build an irrefutable case as to why street harassment is not OK. A case strong enough to change the world.

But it all starts with the simplest of gestures: Your hollaback.

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